Aktuelle Information des Vorstands

Liebe Mitglieder,

sicher haben die meisten über Presse, Funk, Fernsehen und sozialen Medien verfolgt, wie sehr die überraschende Flut unseren Verein und viele unserer Mitglieder getroffen hat. Der Zuspruch und die Anteilnahme war genauso wie die Hilfsangebote überwältigend. Das war das Gute im Schlechten. Die Solidarität der benachbarten Vereine hat uns sehr berührt, sogar aus Neuß kamen Angebote, zum Trainieren auszuweichen. Vereinsmitglieder, Nachbarn, aber auch Fremde boten uns Unterstützung an.

Die gröbsten Schäden sind inzwischen dank dieser Hilfe beseitigt. Wir sind zuversichtlich, dass der Sportbetrieb bald wieder aufgenommen werden kann. Viele Dinge werden aber neu beschafft werden müssen. Da die Anfrage kam, ob gespendet werden kann, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Dieses ist auf der Startseite der Homepage hinterlegt. Selbstverständlich wird auch das Pächterehepaar davon provitieren. Im Zahlungszweck kann angegeben werden, wenn jemand die Aufteilung der Summe festlegen wird. Denn alle Schäden werden durch die Versicherung nicht gedeckt werden.

Die Schäden am Clubhaus und Tennishaus schienen im ersten Augenschein nicht so dramatisch. Das Ergebnis der Prüfung durch die Sachverständige der Versicherung hat uns allerdings sehr ernüchtert. Für Anke und Andreas, unseren Pächtern, ist es nach den ganzen Coronaeinschränkungen eine Katastrophe. Es steckt derart viel Feuchtigkeit in den Wänden, dass auf noch nicht absehbare Zeit nicht an Bewirtschaftung zu denken ist. Nun müssen wir die Politik, die schnelle und unbürokratische Hilfe versprach, beim Wort nehmen. Wir wollen eine Außengastronomie mit Zelt aufbauen. Dafür nutzen wir unsere Netzwerke. Aber bevor wir uns darum bemühen, müssen wir sicher sein, eine Genehmigung zu bekommen. Unten ist die Email zu lesen, die der 1. Vorsitzende dem OB geschrieben hat, damit er als Chef der Verwaltung diese schnelle und unbürokratische Hilfe ermöglicht. Im Verteiler dieser erwähnten Mail sind weitere Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung. Bitte lasst Eure Ideen zu uns kommen, damit wir koordiniert vorgehen können.

Es sind anstrengende Zeiten, lasst sie uns gemeinsam bewältigen.

Euer Vorstand

Email an den OB

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

da ich voraussetzen kann, dass Sie die Lage unseres Vereins, der auch unter der Überflutung am 15. Juli schwer zu Schaden gekommen ist, informiert sind, wende ich mich angesichts der Zusage einer schnellen und unbürokratischen Unterstützung, die von Ihnen, der Frau Bundeskanzlerin, dem Herrn Vizekanzler und dem Herrn Ministerpräsidenten zugesagt wurde, direkt an Sie.

Am Donnerstag stand unsere Anlage inklusive des Clubhauses und des Tennishauses bis zu 120 cm unter Wasser. Nach Abzug des Wassers werden seit Freitag früh die äußeren Schäden von einer großen Schar helfender Hände unter zum Teil enormen Einsatz bekämpft. Auch das Sportamt stand uns beratend zur Seite. Die Angebote unserer benachbarten Vereine, uns nicht nur durch Bereitstellung von Material, sondern durch körperliche Arbeit und die Einladung, für die Zeit bis zur Beseitigung der Schäden Trainings- und Spielmöglichkeiten zu unterstützen, haben uns überwältigt und gerührt. So sind wir sehr zuversichtlich, mit dieser Unterstützung den Sportbetrieb auf der Anlage in absehbarer Zeit wieder aufnehmen zu können. Mit dieser Unterstützung bekommen wir das hin.

Die heutige Begehung unserer Gebäude durch die Sachverständige der Versicherung brachte allerdings ein ernüchterndes Ergebnis. Tennis- und Clubgaststätte werden durch eingedrungene Feuchtigkeit für eine  unabsehbare Zeit nicht nutzbar sein. Das ist eine schlimme Situation für das gesellschaftliche und soziale Leben unseres Verein. Für die Lage unserer Gaststättenpächter ist dies aber eine absolute Katastrophe. Nach der langen Zeit der Einschränkungen und Schließungen aufgrund der Pandemie ist deren Existenz schon in eine bedrohliche Lage geraten. Neue Hoffnung ergaben sich durch die Nutzung der Außengastronomie mit Einsetzen des guten Wetters. Da ist dieses Ergebnis niederschmetternd. Unser Brainstorming hätte allerdings eine schnelle, unbürokratische Lösung für dieses Problem, bei der die Ordnungsbehörden uns unterstützen müssten. Wie beim Umbau des Vereinshauses 2003 würden wir gern ein Zelt auf der Anlage aufstellen, das an die Außenterrasse angebunden wäre. Wir bemühen uns um eine mobile Imbissstation, die ein den hygienischen Voraussetzungen entsprechenden Speisenangebot vorhalten würde. Wenn die Toilettenanlage des Clubhauses, dass durch eine hintere Tür auf direktem Weg zu erreichen ist, auch nicht zu nutzen wäre, können wir die Außentoiletten der Kabinentrakts nutzen, da durch dessen Bauweise die Trocknung rechtzeitig erfolgen könnte. Ansonsten müssten wir uns mit Mobiltoiletten behelfen. Wasseranschlüsse zum Händewaschen sind gegeben. Die Wasserversorgung des Imbisswagens und Theke würde durch spezielle Lebensmittelschläuche erfolgen. In Fragen der baupolizeilichen Angelegenheiten können wir auf die Expertise unseres Partners Tom Merz von Merz&Pilini zurückgreifen, der uns fachlich beraten wird. Um unsere Bemühungen so schnell wie möglich umsetzen zu können, bedarf es aber des Hinweises der entsprechenden Ordungsbehörden, das in dieser besonderen Lage schnell und unbürokratisch verfahren wird.

Der TV Grafenberg setzt große Hoffnungen darauf, Unterstützung durch Sie zu erfahren, denn unsere Wirtsleute Anke und Andreas Müller sowie deren Mitarbeiter liegen uns sehr am Herzen. Die Müllers haben während der Coronazeit die Angestellten weiter entlohnt, sie hätten diese Unterstützung nun redlich verdient.

Ich grüße Sie herzlich

Uli Geduldig, 1. Vorsitzender